Wechsel im Fliederlich-Vorstand: Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 11. März 2026 wurde für das neue Geschäftsjahr ein fünfköpfiges Gremium gewählt. Ab sofort im Vorstand vertreten sind (auf der Fotomontage v. l. n. r.): Alieb Buchmann, Lukas Geyer, Gwen Andresen, Samira Sango und Marco Ebert. Auf eigenen Wunsch nicht mehr dabei ist Ulrich Breuling, der nach 33 Vorstandsjahren das verantwortungsvolle Amt des Vereinskassiers an Marco Ebert übergeben hat.
Neues aus den Fliederlich-Archiv: Der Beitrag "Queeres Gedenken - Stelen, Steine und Veranstaltungen" beschäftigt sich mit der der Erinnerung an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus und an die Kontinuität der Verfolgung von queeren Menschen in der Nachkriegszeit.
Link zu: Queeres Gedenken - Stelen, Steine und Veranstaltungen
Ein Blick in die Vereinsgeschichte: 1988 wurden Fliederlich und anderen Vereinen aus politisch-moralischen Gründen die Zuschüsse gekürzt. Eine schnelle Lösung wurde gesucht und gefunden: Mit der "Schwulen- und Hurengala", später "Schwulen- und Lesbengala", wurde eine in Nürnberg sehr erfolgreiche, jährliche Veranstaltung geschaffen. Das Fliederlich-Archiv hat sich die Gala-Geschichte näher angesehen.
1983 gab es in Nürnberg die erste Initiative für eine queere Jugendgruppe, 1984 fand das erste Treffen statt. Bis zur heutigen Jugendinitiative, eine der aktivsten Gruppen von Fliederlich, existierten mehrere schwule und lesbische Jugendgruppen - in und außerhalb des Vereins.
Aus vorhandenem Material hat das Fliederlich-Archiv die Geschichte der Jugendgruppen nachgezeichnet. Hier geht es zum Artikel:
https://www.fliederlich.de/index.php/archiv/historie-jugendgruppen
Wiederentdeckt in den Dokumenten des Fliederlich-Archivs: 1980 ereignete sich in Ingolstadt ein überregional beachteter Skandal, in dem auch Fliederlich-Aktivisten involviert wurden. Damals wurde einer neuen Schwulengruppe die Eintragung in das Ingolstädter Vereinsregister verwehrt – mit Argumenten, die an finsterste Zeiten in Deutschland erinnerten. Auch die Veranstaltung eines Fliederlich-Infostands in der Ingolstädter Fußgängerzone wurde mit hanebüchenen Begründungen abgelehnt. Fliederlich-Aktivisten protestierten dennoch öffentlich.
Hier, zur Erinnerung und Mahnung an vergangene Zeiten, die Chronologie des Skandals:
https://www.fliederlich.de/index.php/archiv/ingolstadt-1980